Vibrationstrainer Test

Vibrationstrainer Test stellt exemplarisch vielfältig bewährte und häufig gekaufte Vibrationstrainingsgeräte und Vibrationsplatten vor.

Vibrationstrainer im Test und Vergleich

„Effektives Training ohne Schweiß!“, das versprechen die Hersteller. Doch sind die Geräte tatsächlich so gut wie ihr Ruf? Ist der Vibrationstrainer auch in den eigenen vier Wänden einsetzbar? Und worin unterscheiden sich verschiedene Modelle? Mit dem Vibrationstrainer Test möchten wir Ihnen einen Überblick über häufig gekaufte Geräte bieten. Wo immer möglich versuchen wir dabei auf externe Meinungen, unabhängige Untersuchungen oder neutrale Testmagazine zurückzugreifen. Dennoch kann der Vibrationstrainer Test nur einen Ausblick auf die Produktvielfalt bieten, und keine Vollständigkeit garantieren.
Die Stimmen von Anwendern und Kundenrezensionen machen den Vergleich jedoch lebendig und alltagstauglich. In jedem Fall richtet sich der Vibrationstrainer Test an Privatanwender, die sich vor der Anschaffung eines Trainingsgerätes informieren. Sie werden überrascht sein, dass oftmals für kleines Geld, und zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis, für den Heimbedarf Vibrationsplatten verkauft werden.
So werden Sie kaum auf ein Studiogerät zurückgreifen müssen, dass für die besonderen Belastungen und entsprechenden Dauerbetrieb ausgelegt ist, und einen Preis von z.T. mehreren tausend Euro hat. Derartige professionelle und hochpreisige Geräte werden Sie kaum benötigen, doch sollten Sie vor dem Kauf in jedem Fall auf elementare Funktionen ihres neuen Vibrationstrainers Wert legen. Achten Sie auf entsprechende Leistung, auf Geschwindigkeits- und Intensitätsregelungen, oder der Möglichkeit verschiedener Trainingsprogramme. Die im Vibrationstrainer Test obenstehend beispielhaft angeführten Vibrationsplatten stellen hingegen gebräuchliche Geräte für den Hausgebrauch dar. Sie führen obendrein die Bestsellerliste des Online-Versandhauses Amazon an, und gehören damit zu den besonders häufig gekauften Modellen.

Der Vibrationstrainer

Der Vibrationstrainer ermöglicht ein effektives Ganzkörpertraining. Das versprechen zumindest die Hersteller der Trainingsgeräte. Und mit dem Vibratoinstrainer Test möchten wie Ihnen einen Einblick in diese Welt geben und Hintergründe vermitteln. Das Geheimnis des Vibrationstrainingsgerätes liegt im leistungsfähigen Motor, der unter der Fußplatte verbaut ist. Durch die von diesem ausgehenden, regulierbar sanften oder kräftigen Vibrationen, verlieren Sie einerseits Fettpolster und stimulieren andererseits den Muskelaufbau, da sämtliche Körperpartien zur Stabilisierung auf der Vibrationsplatte angesprochen und gefordert werden. Damit können Sie, ab sofort, zu Hause trainieren. Zeitraubende und teure Aufenthalte im Fitnessstudio lassen sich auf diese Weise reduzieren.
Trotz allem wird der Vibrationstrainer wohl kein umfassendes Workout ersetzen, wie es an Geräten und Trainingsmaschinen möglich ist. So haben definierte Kräftigungsübungen, wie auch ein zielgerichtetes Herz-Kreislauf-Training, in jedem Fall ihre Daseinsberechtigung. In Kombination mit dem Vibrationstraining scheinen jedoch die Erfolge besonders rasch einzutreten, und die gesundheitlichen Vorteile größer zu sein. So stellt der Vibrationstrainer eine perfekte Ergänzung dar. Denn Sie werden wohl kaum gelenkschonender trainieren könne, als auf der Vibrationsplatte. Und das zuhause, im Garten oder vor dem Fernseher – und in jedem Alter.

Die Entwicklung des Vibrationstrainers

Ursprünglich entstammt die Vibrationstechnologie der Raumfahrt. Es waren Astronauten, die auf dem Vibrationstrainer erstmals gezielt ihre Leistungsfähigkeit verbesserten. Schließlich mussten diese, gerade in der Schwerelosigkeit, ein effektives, platzsparendes und zweckmäßiges Fitnessprogramm durchführen können. Wohl nicht völlig unbegründet fanden die Geräte schließlich auch in der Therapie, als Heimtrainer und im Leistungssport breite Anwendung. Hier ergänzen und ersetzen die Vibrationsgeräte teilweise das Fitnesstraining, lösen Verspannungen der Trainierenden und bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. So beugt das regelmäßige Training auf einer Vibrationsplatte Osteoporose vor, stimuliert den Gelenkknorpel, verbessert die Beweglichkeit und Reaktionfähigkeit, unterstützt den Abnehmprozess, bekämpft Cellulite und kann gar Schmerzen oder Harninkontinenz lindern bzw. vorbeugen.
Handbuch Vibrationstraining: Schwingen Sie mit

Als Lektüre und Begleitheft zum Training ist das übersichtliche Werk von Herrn Beutler zu empfehlen. Der Autor bietet in seinem über 200 seitigen Handbuch „Vibrationstraining: Schwingen Sie mit“ Hintergründe des Trainings mit einem Vibrationstrainer, motiviert zur Bewegung und informiert über allerlei Wissenswertes zum gelenkschonenden Training. In der Lektüre erfahren Sie auch was der Vibrationstrainer wirklich bewirkt, informieren sich über Vibrationstrainer im Vergleich und erhalten Trainingspläne sowie nützliche Tipps rund um das Gerät.

1. Alles Wissenswerte zu Vibrationstrainern

1.1 Vibrationsplatten: Einführung

Vibrationstraining auf sogenannten Power Plates ist seit Jahren ein großer Fitnesstrend. Für die wachsende Beliebtheit der Vibrationstrainer gibt es gute Gründe: Sie können ganzheitlich die Muskulatur stärken, beim Abnehmen helfen und neben überschüssigen Pfunden auch Cellulite schmelzen lassen oder andere gesundheitliche Verbesserungen erzielen. Und dafür genügen bereits wenige Minuten regelmäßiges Training auf der Vibrationsplatte.

Damit bieten Vibrationstrainer eine gute Lösung für ein altes Problem an. Einen schlanken, durchtrainierten, gesunden Körper wünschen sich viele. Aber oft fehlt im Alltag die Zeit für klassische Trainingsprogramme und mehrere Stunden Sport in der Woche. Und nach anstrengenden Tagen zwischen Job, Haushalt und Familie mag sich auch nicht mehr jeder aufraffen, noch ins Fitnessstudio zu gehen. Hier zeigen sich dann zwei weitere Vorzüge der Vibrationsplatten.

Viele Modelle sind mittlerweile so kompakt, dass sie sich im Gegensatz zu den meisten anderen Hometrainern auch in einer kleineren Wohnung gut nutzen und zwischendurch verstauen lassen. Dazukommt der Preis der Vibrationstrainer. Kosteten die Geräte anfangs noch einige Tausend Euro, sind diverse Power Plates inzwischen schon für wenig mehr als Hundert Euro zu haben. Und auch sehr gute Profi-Vibrationsplatten kosten heute deutlich weniger als vor ein paar Jahren.

Deswegen interessieren sich immer mehr Menschen für den Kauf einer Vibrationsplatte und Fitness- oder Vibrationstraining zu Hause. Aber dabei gibt es auch viele Fragen:

  • Wie funktioniert eine Vibrationsplatte überhaupt?
  • Gibt es Unterschiede zwischen den Vibrationsplatten und wie wirken sich diese aus?
  • Welche Funktionen bieten die verschiedenen Vibrationstrainer?
  • Welche Funktionen der Vibrationstrainer sind wichtig?
  • Was sollte beim Kauf einer Vibrationsplatte noch beachtet werden?
  • Wie sieht das Training auf einer Vibrationsplatte aus?
  • Welche Vibrationsplatten sind empfehlenswert?
  • Und ebenfalls oft gefragt: Wie bewertet Stiftung Warentest die Vibrationsplatten?

Auf solche häufig gestellten Fragen gibt dieser Kaufratgeber für Vibrationstrainer oder Power Plates kurze Antworten und verrät auch sonst alles Wissenswerte zum Thema Vibrationsplatten.

1.2 So funktionieren Vibrationsplatten

Eine Vibrationsplatte ist ein spezielles Fitnessgerät. Sein Trainingseffekt ergibt sich aus der Wirkung von Schwingungen oder Vibrationen in bestimmten Frequenzen auf die Körpermuskulatur. So erklären sich auch schnell die Begriffe Vibrationstrainer oder Vibrationstraining. Etwas weniger gebräuchlich sind Bezeichnungen wie Schwingungstraining oder Whole Body Vibration (WBV).

Zum Training wird sich auf die Platte des Geräts gestellt. Auf Knopfdruck startet das gewünschte Trainingsprogramm. Dessen Vibrationen besitzen genügend Kraft, um den Körper aus der Balance zu bringen. Vollkommen automatisch stemmt sich der Körper durch Muskelanspannung gegen die Schwingungen, um sich auf dem Trainer zu halten. Diese Reaktion erfolgt ganz von selbst auf einer neuronalen, biomechanischen Ebene. Es braucht keinen bewussten Willen, wie er zum Beispiel im Training mit Gewichten erforderlich ist, um die nächste Wiederholung oder den nächsten Satz des Trainings anzugehen. Hier zeigt sich dann noch eine weiter große Stärke des Vibrationstrainings: Es regt weit mehr als nur einzelne Muskeln an, wie es andere Fitnessgeräte tun. Und eine Vibrationsplatte geht sogar noch weiter. Sie aktiviert selbst die Muskeln, die im Alltag ungenutzt bleiben, denn dort kommen nur maximal etwa 60 Prozent der Muskulatur bewusst zum Einsatz.

Der Stand auf den Platten lässt sich variieren. Verschiedene Trainingspläne geben bestimmte Körperhaltungen vor – zum Beispiel eine Position in der Hocke oder einen Ausfallschritt, bei dem jeweils nur ein Fuß abwechselnd auf der Platte steht. So werden dann unterschiedliche Muskelgruppen und Trainingsziele wie Kräftigung, Ausdauer oder Gewichtsabnahme erreicht.

1.2.1 Können Vibrationstrainer wirklich Gewicht reduzieren oder Muskeln aufbauen?

Vibrationsplatten bringen die menschliche Muskulatur dazu, sich zu dehnen und wieder zusammenzuziehen – ein steter Wechsel zwischen Muskelanspannung und -entspannung. Sie nutzen dafür einen natürlichen Reflex, der eigentlich dem Schutz der Muskeln dient. Plötzlich auftretende Spannung lässt Muskeln sich in Sekundenbruchteilen zusammenziehen. Damit verhindern sie ein Reißen durch die Belastung. Diesen Reflex kitzeln Power Plates mit ihren Vibrationen immer wieder hervor und machen daraus ein Fitnesstraining – je nach Vibrationsfrequenz mit Hunderten oder mehr als Tausend automatischen Muskelbewegungen in der Minute.

Bei regelmäßiger Wiederholung verdicken sich dadurch die einzelnen Muskelfasern und die gesamte Muskulatur wächst. Dazu verbraucht nur die Trainingsbelastung bereits Energie, also Kalorien. Zusammen mit einer entsprechenden bewussten Ernährung kann also allein das Vibrationstraining bereits zu einem Defizit zwischen aufgenommenen und verbrauchten Kalorien führen. Sie nehmen dann ab.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Diäten mit ihrem gefürchteten Jo-Jo-Effekt bleibt die Gewichtsabnahme durch Vibrationstraining langfristig bestehen. Denn durch die gewachsene Muskulatur steigt der Energieverbrauch des Körpers dauerhaft – selbst in kürzeren Trainingspausen. Bleibt die tägliche Kalorienzufuhr im Rahmen, lässt sich so das neue Wunschgewicht leicht halten.

Zu den positiven Effekten der Power Plates gibt es auch diverse Studien. Diese Untersuchungen fanden aber nur mit kleinen Probandengruppen statt, was fundierte allgemeingültige Aussagen nicht unbedingt zulässt. Dennoch zeigen die Studien eine klare Tendenz, die die Wirkung des Vibrationstrainings bestätigt. So verbesserten sich beispielsweise bei untersuchten Sportlerinnen und Sportlern nachweislich Sprungkraft oder Ausdauer.

Deswegen …

  • … nutzen auch viele Profisportler und Trainer seit Jahren Vibrationsplatten und andere Stimulationstechniken als Teil ihrer Trainingsprogramme.
  • … arbeiten Astronauten damit gegen den Muskelschwund in der Schwerelosigkeit an.
  • … setzen medizinische Reha oder Präventionstherapie auf Power Plates, um zum Beispiel nach Operationen oder Unfällen Muskeln und Gelenke wieder zu mobilisieren oder auch die Durchblutung zu verbessern.

Genauso hat sich das Vibrationstraining längst im Breitensport und Fitnessbereich etabliert. Kaum ein Fitnessstudio hat die Geräte nicht. Oft wird sogar ein Gruppenvibrationstraining angeboten. Diese große Verbreitung in verschiedenen Bereichen spricht natürlich auch für die Effektivität des Vibrationstrainings mit einer Power Plate.

Aber haben Vibrationsplatten vielleicht auch Nachteile? Dazu ein kleiner Überblick:

1.2.2 Vibrationsplatten: Vorteile und Nachteile

Vorteile Vibrationstrainer

  • Aufbau und Kräftigung der Körpermuskulatur
  • bei gleichzeitig geringer Belastung für die Gelenke, Bänder oder Sehnen
  • aktiviert weit mehr Muskeln als andere Trainings
  • stärkt dadurch auch das Skelett wie die neuralgische Wirbelsäule
  • mehr Kalorienverbrauch und Fettverbrennung
  • bessere Beweglichkeit
  • mehr Ausdauer
  • verbesserte Koordination

Nachteile Vibrationstrainer

  • kann bei ungeübten Personen Muskelverletzungen oder Knorpelschäden verursachen

Zusammengefasst:

Die Vorteile der Power Plates überwiegen klar den einzigen Nachteil. Aber diesen sollte niemand unterschätzen! Wer seit Jahren null Sport gemacht hat, steigt besser unter qualifizierter Aufsicht in ein Vibrationstraining ein als allein zu Hause. Auch ein kurzes Aufbauprogramm mit einfachen Übungen wie Kniebeugen ist in diesem Fall empfehlenswert. Nach langer Inaktivität hat sich die Körpermuskulatur zu weit zurückgebildet, um sofort allein mit dem Fitnesstraining auf Vibrationsplatten zu beginnen.

Dieses erhöhte Verletzungsrisiko in bestimmten Einzelfällen besteht allerdings grundsätzlich, wenn Untrainierte von heute auf morgen in ein anspruchsvolles Trainingsprogramm einsteigen. Und dazu zählt das Vibrationstraining. Nach einer langen Sportabstinenz lassen sich körperliche Defizite nie über Nacht beseitigen, nur weil ein härteres Training gewählt wird. Ganz im Gegenteil: Der Schaden ist in der Regel größer als der Nutzen. Hier zahlen sich Geduld und eine behutsame Belastungssteigerung definitiv aus.

1.3 Unterschiedliche Arten von Vibrationsplatten

Bei Vibrationstrainern gibt es zwei verschiedene Typen: Vibrationsplatten mit oder ohne Säule.

1.3.1 Vibrationsplatten ohne Säule

Diese Platten bestehen nur aus einem flachen länglichen Gehäuse, in dem der Motor und andere Elektronik sitzt, und der Standfläche oder Vibrationsplatte obendrauf. Meistens gehören zum Zubehör der Geräte noch elastische Bänder, die bei Bedarf befestigt werden, um den Armeinsatz bei bestimmten Übungen zu unterstützen oder zu führen. Ein echtes Festhalten zur Eigensicherung oder für Übungen ist dadurch aber nicht möglich. Das beschränkt die Trainingsvielfalt ein Stück und die Bänder helfen bestenfalls etwas bei der Stabilisation des Körpers.

Vibrationstrainer ohne Säule haben auf der anderen Seite auch zwei Vorteile: Sie lassen sich mit ihren geringen Abmessungen zwischendurch gut verstauen und zählen außerdem überwiegend zu den günstigeren Power Plates.

1.3.2 Vibrationsplatten mit Säule

Dieser Typ Vibrationsplatte hat eine massive Säule vorn in der Mitte des Geräts, an der sich oben große, ergonomische Haltegriffe befinden. Das erlaubt nicht nur ein Festhalten, sondern erweitert auch die Übungsmöglichkeiten mit dem Vibrationstrainer. Der Bedienkomfort ist meist etwas höher – zum Beispiel sind hier Display und Bedienteile oder Trinkflaschenhalter einfach erreichbar. Eine bessere Ausstattung oder bessere technische Eigenschaften als Platten ohne Säule besitzen diese Modelle nicht unbedingt. Bei Funktionen, Trainingsprogrammen oder Motorleistung liegen die zwei Ausführungen bei vielen Modellen oft gleichauf.

Aber grundsätzlich macht ein kraftvollerer Motor mit mehr Watt-Leistung eine Vibrationsplatte nicht automatisch besser. Die gesamte Bauweise, das Körpergewicht oder die gewünschten Trainingsmöglichkeiten entscheiden viel eher über Qualität und Eignung einer Vibrationsplatte. Tendenziell erlauben stärkere Motoren aber einen größeren Trainingsumfang mit feiner abgestimmter Intensität und mehr Übungsvielfalt.

Vibrationsplatten mit Säule zeigen allergings auch einen deutlichen Minuspunkt. Auf- oder Abbau erfordern mehr als nur ein paar Handgriffe. Komplett oder in Einzelteilen lassen sich Säulenmodelle dann außerdem nicht so einfach in den Schrank oder woanders wegstellen wie Power Plates ohne Säule. Neben diesen praktischen Aspekten muss auch ein finanzieller erwähnt werden. Der Kauf einer Vibrationsplatte mit Säule kommt in der Regel teurer als die Anschaffung einer Power Plate ohne Säule.

1.4 Die verschiedenen Vibrationsarten bei den Power Plates

Während die Bauart Vibrationstrainer auf den ersten Blick unterscheidet, erfordert ein anderes wichtiges Merkmal der Power Plates schon genaueres Hinsehen. Welche Form der Vibration wird genutzt?

1.4.1 Vibrationstrainer mit vertikaler Vibration

Diese Powerplates vibrieren nur von unten nach oben. Entsprechend verläuft der Muskelreiz. Die Muskulatur wird nur auf ihrer Längsachse stimuliert. Dadurch ergibt sich eine gewisse Einseitigkeit und ein entsprechend begrenzter Trainingseffekt. Die Wirkung des Vibrationstrainings wird hier gleichzeitig limitiert, weil das vertikale Vibrationsmuster beide Beine nur parallel ansprechen kann. Übungen werden von vielen als eine Art Hüpfen empfunden. Deswegen bleibt ein Trainingsergebnis nicht aus, aber eine optimal an Körperbau und -funktion orientierte Wirkung ergibt sich damit nicht. Diese Power Plates finden sich durch die Bank unter den günstigen Angeboten für Vibrationstrainern, weil die Technik etwas angestaubt ist. Hier können Sie sparen, finden aber noch manche gute, preiswerte Geräte für den Einstieg in ein Vibrationstraining.

1.4.2 Vibrationsplatten mit 3D-Vibration

Die dreidimensionale Vibration von unten nach oben und gleichzeitig von links nach rechts sowie von vorn nach hinten wirkt dagegen um ein Vielfaches komplexer. Sie regt jeden einzelnen Muskel intensiver an und spricht gleichzeitig klar mehr Muskelgruppen während den Übungen an. Über jedes Bein erfährt der Körper eine unterschiedliche Stimulation mit wechselnden Belastungen. Power Plate-Modelle mit 3D-Vibration bieten sich für ein intensives Vibrationstraining an, wenn bereits eine gewisse Grundfitness vorhanden ist. Sie sind vorwiegend Premium-Modelle für ein anspruchsvolles Vibrationstraining.

1.4.3 Vibrationstraining mit oszillierender Vibration

Power Plates mit oszillierender Vibration markieren den Standard für Vibrationsplatten und liegen bei Leistung oder Effektivität zwischen den einfachen Geräten mit vertikaler Vibration und den 3D-Vibrationstrainern. Ihre Technik erweitert die einfache vertikale Stimulation um eine Wechselbewegung für das linke und rechte Bein. Daher beschreiben viele diese Modelle vom Trainingsgefühl her als eine Art Wippe. Die Muskelstimulation erreicht hier ein deutlich komplexeres Niveau als bei ausschließlich vertikalen Bewegungen. Das gesamte Training orientiert sich durch die wechselseitige Belastung viel stärker an den natürlichen Bewegungsabläufen des Menschen und kommt damit auf einen sehr guten Effizienzgrad. Zugleich erleichtert diese Vibrationsform mit ihrer Natürlichkeit Einsteigern den Start in ein Vibrationstraining.

Wer sich für den Kauf einer Power Plate interessiert, muss für gute Trainingsergebnisse dazu noch zwei weitere Details bei Angeboten für Vibrationsplatten beachten:

1.5 Vibrationstrainer kaufen: Frequenzbereich und Amplitude – warum sind diese Werte wichtig?

Allein die Vibrationsart besitzt noch keine große Aussagekraft zu den Anwendungsmöglichkeiten oder der Qualität einer Vibrationsplatte. Beides erschließt sich erst bei einer Betrachtung der Vibrationseigenschaften. Diese werden durch Frequenzen und Amplitude beschrieben.

1.5.1 Frequenzbereich einer Vibrationsplatte

Frequenzen geben die Häufigkeit einer Schwingung pro Sekunde an und tragen die Einheit Hertz (Hz). Eine Frequenz von 1 Hz entspricht einer Schwingung in der Sekunde. Unter einer Schwingung versteht man eine wiederholte Veränderung von Zustandsgrößen oder Körpern. Werden diese Schwingungen wie bei einer Power Plate mechanisch erzeugt, wird dies als Vibration bezeichnet. Genau wie Schwingungen können auch Vibrationen durch eine entsprechende Anzahl an Wiederholungen pro Sekunde beliebige Frequenzen haben.

Vibrationsplatten nutzen vorwiegend einen niedrigen Frequenzbereich zwischen 5 und 35 Hz. Ältere oder einfache Platten mit vertikaler Bewegung arbeiten ausschließlich im Bereich von 20 bis 30 oder 35 Hz. Ein guter Vibrationstrainer deckt das gesamte Frequenzspektrum ab und besitzt neben vorinstallierten Trainingsprogrammen noch die Möglichkeit zu einer individuellen Einstellung der Vibrationsstärke. Wo liegt der Vorteil?

Je nach Vibrationsfrequenz erreicht eine Power Plate unterschiedliche Trainingsergebnisse, weil die Muskelfasern entsprechend verschiedene Reaktionen zeigen. Deswegen ist es entscheidend, das Frequenzspektrum zu kennen. Einige Hersteller treffen dazu keine konkrete Aussage, sondern bewerben ihre Geräte nur mit Leistungsstufen oder stellen die Motorstärke als Qualitätskriterium heraus. Beides hilft allerdings nicht bei der Auswahl eines guten Vibrationstrainers!

Ein derartiges Gerät sollte variabel mit Frequenzen zwischen fünf bis über 30 Hertz nutzbar sein. Im niedrigen Bereich (unter 10 Hz) kann die Platte dann wirksam zur Mobilisation des Körpers beitragen. So wächst schnell eine Grundfitness, die dann die Basis für intensives Vibrationstraining oder anderen Sport schafft.

Frequenzen zwischen 5 und 15 Hertz wirken unterschiedlich lockernd und erzielen eine ähnliche Muskelentspannung wie eine Massage oder dehnen die Muskulatur. Hiermit können Vibrationsplatten für etwas Wellness nach einem harten Arbeitstag sorgen oder die Muskulatur wird nach einem härteren Power-Plate-Workout abschließend gezielt entspannt.

Derartig intensive Einheiten beginnen etwa bei Frequenzen ab 15 Hertz. Hier stimulieren die Vibrationen intensiv die Muskeln und bewirken Muskelaufbau oder Steigerung von Muskelkraft und Ausdauer. Dieser Effekt hält bis in den Frequenzbereich von 30 bis 35 Hertz an. Darüber hinaus sind die Muskeln dann nicht mehr in der Lage, auf die schnellen Reize zu reagieren – die Muskeln werden hier immerhin rund 2000 Mal pro Minute zum Zusammenziehen gebracht -, und es lassen sich keine weiteren erkennbaren Trainingsergebnisse erzielen.

Im Zusammenspiel mit einem zweiten Parameter wird das Vibrationstraining mit unterschiedlichen Frequenzen dann doppelt effektiv:

1.5.2 Amplitude einer Vibrationsplatte

Die Kräfte, mit denen eine Vibrationsplatte den Körper zu aktiver Muskelarbeit bringt, wirken nicht nur über die Vibrationsfrequenz. Gleichzeitig bewegen sich die Geräte auch ein kleines Stück rauf und runter. Damit simulieren sie eine erhöhte Schwerkraft während jeder Übung, was den Trainingsreiz maximiert.

Viele preiswerte Power Plates sind mit einer Amplitude von 0 bis 4 Millimeter ausgerüstet. In Aktion bewegt sich die Standfläche dieser Geräte also bis zu Millimeter über oder unter die Normalstellung. Mit diesem Wert ist bereits eine erhöhte bis mittlere Trainingsintensität möglich. Noch besser sind aber Vibrationstrainer mit einer größeren Amplitude. Verbreitet sind dabei Amplitudenwerte von bis zu 15 Millimeter. Insgesamt entsteht bei einem Training hier also ein Hub von 30 Millimeter.

Diese Maximaleinstellung empfiehlt sich aber nur noch für sehr fitte Menschen oder Sportprofis, da die Trainingsbelastung hier ein enormes Niveau erreicht. Trotzdem sollten Sie immer auf eine größere Amplitude achten, wenn Sie eine Vibrationsplatte kaufen. So lässt sich langfristiger mit dem Vibrationstrainer arbeiten und das Training kann im Laufe der Zeit immer mehr intensiviert werden. Eine Vier-Millimeter-Amplitude reicht dafür nicht aus. Es werden eher Werte von sechs bis zehn Millimetern – je nach Fitnesszustand und weiteren Trainingszielen – benötigt.

1.6 Motorleistung einer Vibrationsplatte

Ob Staubsauger oder Elektrowerkzeuge – viele achten vorwiegend auf die Motorleistung und die Watt-Zahl beim Gerätekauf. Bei Vibrationstrainern ist das ganz ähnlich. Oft sagt die Watt-Zahl auch viel über das Leistungsvermögen und die Qualität eines Geräts aus. Es gibt aber auch Ausnahmen: insbesondere Vibrationsplatten.

Eine hohe Motorleistung von beispielsweise 700 Watt ist hier keine Garantie für einen Top-Vibrationstrainer. Ein Modell mit 300 Watt kann ähnlich gut sein. Letztlich kommt es eher auf die Abstimmung von Motor und Gerät oder die weiteren Funktionen an, damit eine gute Power Plate entsteht.

Trotzdem gibt es zum Thema Motor der Vibrationsplatte ein paar grundsätzliche Empfehlungen:

  • Vibrationstrainer mit Wechselstrom erzeugen die stärksten und gleichmäßigsten Vibrationen.
  • Die Motorleistung sollte 200 Watt nicht unterschreiten, weil die geringe Power viele Möglichkeiten einer Vibrationsplatte nicht unterstützen kann.
  • Bei einem Körpergewicht von 120 Kilogramm oder mehr braucht es einen stärkeren Motor für ein gutes Vibrationstraining – Minimum 350 Watt.

Menschen mit einem höheren Gewicht sollten übrigens immer auf die Herstellerangaben zur maximalen Gewichtsbelastung einer Power Plate achten. So stabil und robust diese Fitnesstrainer auch erscheinen – nicht jedes Modell ist für ein Gewicht von 100 oder mehr Kilogramm ausgelegt.

Das waren jetzt sehr viele – zum Teil sehr theoretische – Informationen zu Vibrationstrainern. Für den Kauf einer Vibrationsplatte lässt sich das wie folgt zusammenfassen:

1.7 Alle Merkmale einer guten Vibrationsplatte

  • arbeitet mit oszillierender Vibration oder 3D-Vibration
  • Motor mit Wechselstrom
  • mindestens 200 Watt Motorleistung, bei hohem Körpergewicht mindestens 350 Watt
  • großer Frequenzbereich von 5 bis über 30 Hertz
  • Amplitude bis mindestens 10 Millimeter
  • Trainingsbänder oder -schlingen bei Modellen ohne Säule
  • voreingestellte Trainingsprogramme für verschiedene Trainingsziele
  • individuelle Einstellungsmöglichkeiten
  • gut ablesbares Display mit Timer und Restzeitanzeige für Programme
  • Fernbedienung (vor allem bei säulenlosen Platten) – sie ähnelt einer Armbanduhr und erlaubt bequeme Bedienung ohne Bücken

1.8 Vibrationsplatten bei Stiftung Warentest, Öko-Test und anderen

Die Stiftung Warentest ist eine Verbraucherorganisation, die seit mehr als 50 Jahren unabhängig Produkte und Dienstleistungen testet. Öko-Test ist ein Verbrauchermagazin, das genauso neutral Produkttests vornimmt. Welche Bewertungen geben Öko-Test oder Stiftung Warentest den Vibrationstrainern?

Trotz der seit Jahren anhaltenden Popularität der Power Plates hat Stiftung Warentest Vibrationsplatten bisher noch nicht getestet (Stand: Frühjahr 2019). Genauso fehlte zu diesem Zeitpunkt eine Bewertung von Vibrationstrainern durch Öko-Test. Dafür gibt es einen anderen unabhängigen Test von Vibrationsplatten beziehungsweise Vibrationsplatten-Vergleich. Das vom TÜV geprüfte Portal Vergleich.org hat sich bereits in einem Warentest mit Vibrationsplatten beschäftigt und dabei einen Vergleichssieger (die Sportstech Profi-Vibrationsplatte VP300) und einen Preis-Leistungs-Sieger (den VITALMaxx Vibrationstrainer) gekürt.

Sollte auch die renommierte Stiftung Warentest Vibrationsplatten unter die Lupe nehmen oder Öko-Test Vibrationstrainer prüfen, finden Sie hier zeitnah alle Ergebnisse zu den Warentests der Power Plates.

2. Training mit Vibrationsplatten

Hier bekommen Sie erste Tipps für einen schnellen Einstieg ins Vibrationstraining

2.1 Was beim Training mit Vibrationsplatten unbedingt beachtet werden muss

Wie bei allen Sportarten oder Trainingsformen gibt es auch beim Vibrationstraining ein paar grundsätzliche Regeln oder Empfehlungen, die vor allem Verletzungen durch das Fitnesstraining vermeiden wollen.

  • Vor dem Training unbedingt kurz mit ein paar Übungen dehnen.
  • Dazu ein kurzes Aufwärmen nicht vergessen. Dafür gibt es ebenfalls Übungen für zu Hause, aber auch schnelles Treppensteigen mit etwas Armeinsatz bringt Muskulatur und Kreislauf auf Temperatur. Genauso ist ein Aufwärmen direkt auf der Vibrationsplatte möglich.
  • Trinkflasche neben die Vibrationsplatte stellen, denn das Vibrationstraining ist schweißtreibend und führt schnell zu Flüssigkeitsverlust.
  • Auch ein Handtuch in der Nähe nie vergessen!
  • Am Anfang nur mit Trainingseinheiten von zehn Minuten oder weniger trainieren.
  • Trainingszeit aufteilen: Zum Beispiel zwei Minuten Training, zwei Minuten Pause. Dieses Intervall kann vier bis fünf Mal wiederholt werden.
  • Fortgeschrittene auf der Vibrationsplatte können bis zu 30 Minuten am Stück trainieren. Mehr ist nicht empfehlenswert, weil das Verletzungsrisiko danach überproportional ansteigt.
  • Für den Einstieg sind zwei bis drei Vibrationstrainings pro Woche vollkommen ausreichend.
  • Langsam kann die Anzahl der Einheiten pro Woche gesteigert werden – der Körper sollte aber immer ein oder besser zwei Tage Ruhepause zur Regeneration erhalten.
  • Fortgeschrittene können auch zwei Mal am Tag trainieren.
  • Einsteiger ins Vibrationstraining beginnen am besten mit geringer Vibrationsintensität oder -frequenz und niedriger Amplitude.
  • Vibrationen, Frequenz und Amplitude können dann im Laufe des Vibrationstrainings langsam gesteigert werden – dabei immer in kleinen Schritten erhöhen.
  • Bei ersten Anzeichen von Muskelverspannungen oder Schwindel das Vibrationstraining sofort beenden.

2.2 Zehn Übungen für Vibrationsplatten

Diese zehn kurzen Übungsanleitungen zeigen einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten des Vibrationstrainings und eignen sich als Basics für Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen.

2.2.1 Kniebeugen

Kniebeugen auf der Power Plate stärken Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur noch intensiver als normale Kniebeugen. Dazu schulterbreit auf die Vibrationsplatte stellen und in eine Dreiviertel-Kniebeuge gehen. Die Übung beginnt. Wie beim Hinsetzen noch etwas tiefer gehen und wieder aufstehen. In Oberschenkeln und Gesäß sind die Muskeln jetzt voll angespannt und empfangen den ganzen Stimulationsreiz der Vibrationsplatte. Am Ende der Bewegung nie die Beine ganz durchstrecken, da sonst die Muskelspannung verloren geht und die Vibrationen wirkungslos bleiben.

2.2.2 Einbeiniger Stand

Mit leicht gebeugten Knien auf die Power Plate stellen. Falls schon genügend Sicherheit und Stabilität besteht: dabei nicht festhalten. Wirbelsäule gerade aufrichten, Bauch- und Beckenmuskulatur anspannen. Nun abwechselnd einen Fuß anheben und einbeinig stehen. Maximal 30 Sekunden – dann wird der Fuß gewechselt. Diese Übung trainiert Bauch- und Beckenbodenmuskulatur.

2.2.3 Wadenheben

Mit leicht gebeugten Knien auf den Vibrationstrainer stellen. Fersen fest aufdrücken und für die Übung dann das Gewicht auf die Ballen verlagern sowie die Fersen anheben. Dabei die Wadenmuskulatur voll anspannen, die hier intensiv trainiert wird.

2.2.4 Treppensteigen oder Step up – Step down

Vor die Vibrationsplatte stellen und dann mit einem Fuß auf die Standfläche treten. Das andere Bein nachziehen und komplett auf die Power Plate steigen. Dann Fuß für Fuß wieder herabsteigen.

2.2.5 Ausfallschritt

Diese Übung trainiert vor allem Gesäß und Beinstrecker – zwei sehr große Muskelgruppen. Dazu im Ausfallschritt auf die Platte treten. Der hintere Fuß bleibt am Boden, die Wirbelsäule ist gerade aufgerichtet. Mit dem vorderen Fuß eine leichte Kniebeuge ausführen, von der Platte gehen und danach folgt das andere Bein.

2.2.6 Liegestütz

Hier wird in der tiefen Liegestütz-Position begonnen. Dabei versuchen, möglichst großen Druck auf die Vibrationsplatte aufzubauen. Dann hochdrücken und wieder zurück in die tiefe Position. Zur Erleichterung können die Liegestütze mit angewinkelten Knien statt mit ausgestreckten Beinen auf den Füßen ausgeführt werden. Wichtig: Nicht mit dem Kopf die Platte berühren oder den Kopf dort sogar ablegen. Durch die Vibrationen entstehen sonst schnell Kopfschmerzen.

2.2.7 Armstütz

Der Armstütz ist praktisch ein umgekehrter Liegestütz. Dazu vor oder auf die Vibrationsplatte setzen. Die Hände kommen in jedem Fall an den Oberkörperseiten flach auf die Platte. Nun Oberarme beugen und wieder strecken, aber nie vollständig durchstrecken.

2.2.8 Bauchmuskeltraining

Auf die Power Plate setzen. Dann Beine anheben, heranziehen und anwinkeln. Diese Position ungefähr zehn Sekunden halten, danach die Beine wieder ausstrecken. In einer einfachen Variante können die Füße zwischen jeder Wiederholung kurz auf dem Boden abgestellt werden, ansonsten die Beine ausgestreckt in der Luft halten.

2.2.9 Brücke

Auf dem Rücken vor die Vibrationsplatte legen. Die Füße kommen auf die Platte, dann werden Gesäß, Bauch und Beckenboden angespannt und das Becken angehoben. Knie und Schultern müssen eine gerade Linie bilden. Kurz halten und das Becken wieder absenken.

2.2.10 Planks

Planks sind eine perfekte Übung für starke, ausgeprägte Bauchmuskeln, stärken aber auch Gesäß und Rücken. Diese Übung kann in zwei Varianten ausgeführt werden. Erste Möglichkeit: Beine mit den Oberschenkeln auf der Power Plate ablegen. Unterschenkeln anwinkeln. Der Oberkörper stützt sich auf den Unterarmen ab, der Körper wird angespannt und die Spannung 30 bis 40 Sekunden gehalten. Zweite Möglichkeit: Auf der Platte abstützen und die Beine kommen auf den Boden. In dieser Variation kräftigen sie auch Arme und Oberkörper mit.

Um diese beiden Muskelbereiche mit Vibrationstraining auszubilden, eignen sich besonders gut Vibrationsplatten mit Halte- oder Trainingsbändern. Hier lassen sich dann zum Beispiel im Stand gut Bizepscurls, Rudern oder Frontheben mit den Bändern ausführen.

3. Vibrationsplatten: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Vibrationstraining

Was ist Vibrationstraining?

Vibrationstraining ist ein spezielles Fitnesstraining, bei dem klassische, einfache Übungen mit Unterstützung einer sogenannten Power Plate oder Vibrationsplatte ausgeführt werden. Diese vibriert dabei kontinuierlich mit verschiedenen einstellbaren Schwingungen und spricht dadurch die Muskulatur bis in die Tiefe an, wie es andere Übungen nicht können. Gleichzeitig aktiviert ein Vibrationstraining Muskeln, die im Alltag sonst ungenutzt bleiben.

Wie wirkt Vibrationstraining?

Vibrationsplatten können beim Abnehmen helfen, Muskulatur aufbauen oder die Ausdauer steigern. Weitere positive Effekte für die Gesundheit: gesteigertes Gleichgewichtsgefühl oder verbesserte Durchblutung und Zunahme der Knochendichte.

Ist die Wirkung des Vibrationstrainings belegt?

Es gibt diverse Untersuchungen mit kleinen Studiengruppen, die dem Vibrationstraining eine gute Wirkung im Bezug auf unterschiedliche Trainingsziele bescheinigen. Bisher fehlt es aber noch an einer exakten sportmedizinischen Beschreibung der Möglichkeiten von Vibrationstrainern und Power Plates.

Funktioniert Abnehmen durch Vibrationstraining?

Vibrationstraining kann auf zwei Arten helfen, Fett zu verbrennen und schließlich auch abzunehmen. Das Training mit Vibrationsplatten erhöht den Kalorienverbrauch merklich. Schnell entsteht dabei ein Kaloriendefizit. Der Körper holt sich benötigte Energie dann aus Fettpolstern. Es kommt zur Fettverbrennung und nach kurzer Zeit purzeln die Pfunde. Weil beim Sport mit Power Plates gleichzeitig Muskeln aufgebaut und gekräftigt werden, die schon im Ruhezustand den Energieverbrauch des Körpers anheben, hilft Vibrationstraining dann zweitens langfristig, die neue schlanke Figur zu behalten.

Dazukommen indirekte Abnehm-Effekte: Regelmäßiges Vibrationstraining stärkt das Herz-Kreislauf-System und regt den Stoffwechsel an. Vor allem der aktivierte Stoffwechsel unterstützt bei der Gewichtsabnahme und sichert danach das Wunschgewicht.

Seit wann gibt es Vibrationsplatten und das Vibrationstraining?

Vibrationsplatten wirken auf den ersten Blick wie ein neuer Fitnesstrend. Tatsächlich sind Power Plates aber schon seit über 20 Jahren erhältlich. Erste Versuche, mit Vibrationen den menschlichen Körper zu stärken oder schneller regenerieren zu lassen, liegen sogar schon mehr als hundert Jahre zurück. Seit Jahrzehnten findet das Vibrationstraining bereits konkrete Anwendung – zum Beispiel durch russische Kosmonauten, die damit Muskelschwund bei längeren Aufenthalten in der Schwerlosigkeit bekämpften.

Wirken beim Vibrationstraining magnetische oder elektrische Impulse auf den Körper?

Weder noch. Vibrationsplatten erzeugen ausschließlich mechanische Impulse.

Ist das Vibrationstraining für jeden geeignet?

Prinzipiell ja. Aber es gibt einige medizinisch begründete Ausnahmen: Menschen mit starker Osteoporose, frisch eingesetzten Implantaten, Metallplatten u.ä., Epileptiker und Schwangere dürfen kein Vibrationstraining machen. Ungefähr 14 Tage nach der Geburt kann in Absprache mit dem Arzt das Power-Plate-Training wieder aufgenommen werden. Ein Herzschrittmacher schließt Vibrationsfitness nicht automatisch aus. Manchmal raten Ärzte dann sogar dazu. Ähnlich sieht es bei minder schweren Fällen von Osteoporose aus. Vibrationstraining kann hier helfen, den Knochenschwund zu verlangsamen oder sogar wieder mehr Knochendichte durch Vibrationstraining aufzubauen.

Gibt es ein Mindest- oder Höchstalter beim Vibrationstraining?

Für Kinder oder Jugendliche ist jede Form von Krafttraining generell ungeeignet. Vibrationsplatten und Vibrationstraining zählen zu diesem Bereich. Wenn überhaupt sollte ein Vibrationstraining frühestens mit zwölf Jahren – und dann nur unter Aufsicht – begonnen werden. Eine korrekte Körperhaltung und Übungsausführung ist in diesem Alter besonders wichtig, um Verletzungen oder langfristigen Entwicklungsschäden vorzubeugen. Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze für das Vibrationstraining. Gerade im Alter können Vibrationstrainer gut helfen, wieder aktiver zu werden und Körper und Gesundheit zu stärken. Eine fortgeschrittene Osteoporose im Alter spricht allerdings gegen das Vibrationstraining.

Welche Muskeln werden im Vibrationstraining trainiert?

Mit verschiedenen Übungen kann eine Vibrationsplatte einzelne Muskeln ansprechen oder gleichzeitig mehrere Muskelgruppen. Fasst ein Trainingsplan diese zusammen, entsteht ein wirkungsvolles Ganzkörper-Workout bis in tiefe Muskelschichten.

Kann das Vibrationstraining negative Folgen haben?

Zum Training auf einer Power Plate sind grundsätzlich keine negativen Auswirkungen bekannt. Geräte und Power Plate-Trainingspläne erfordern aber immer einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang. Falsch ausgeführte Übungen oder ein zu intensives Training können sonst natürlich zu Verletzungen oder anderen Beschwerden führen.

Was tun bei Kopfschmerzen nach Vibrationstraining?

Ein Vibrationstraining löst auch bei hoher Trainingsintensität keine Kopfschmerzen aus. Der Kopf sollte aber niemals auf der vibrierenden Platte abgelegt werden. Kopfschmerzen im Zusammenhang mit Vibrationstraining entstehen eher durch einen Flüssigkeitsmangel. Trinken Sie deswegen idealerweise schon vor dem Training mindestens einen halben Liter Flüssigkeit und sorgen Sie auch während des Power-Plate-Trainings immer für eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme.

Wie sieht die ideale Vibrationsplatte aus?

Es gibt einige gute und sehr gute Vibrationsplatten. Welche davon am besten geeignet ist, hängt immer etwas von den eigenen Wünschen und Trainingszielen ab. Der Kauf eines Vibrationstrainers sollte mit langfristiger Perspektive erfolgen. Das Gerät sollte sich zukünftig steigenden Fitnesszielen und Trainingsumfängen oder -intensitäten anpassen können, damit Sie nicht schon nach kurzer Zeit wieder eine neue Power Plate kaufen müssen.

Wichtig sind deswegen folgende Funktionen einer Vibrationsplatte: Wechselstrommotor, mindestens 200 Watt Leistung bei Normalgewicht, ab mehr als 100 Kilo Körpergewicht mindestens 350 Watt, großer Frequenzbereich, hohe Amplitude, beides individuell einstellbar.

Welche Noten gibt Stiftung Warentest Vibrationsplatten?

Bis Anfang 2019 hatte Stiftung Warentest Vibrationstrainer noch nicht getestet. Dementsprechend fehlt auch ein Testsieger bei Vibrationsplatten.

Sind Vibrationstrainer mit Säule besser als Power Plates ohne Säule?

Beide Varianten bieten im Kern das gleiche Vibrationstraining. Power Plates mit Säule haben aber ein paar zusätzliche Vorzüge. An der Säule geben Griffe einen stabilen Halt. Hier können auch Handtuch oder Trinkflasche leicht erreichbar verstaut werden. In den Säulen sind zudem Bedienelemente oder das Display der Power Plate integriert. Das sorgt ebenfalls für etwas mehr Komfort.

Wie lange dauert Vibrationstraining?

Beim Einstieg ins Vibrationstraining genügen Trainingseinheiten von zehn Minuten oder auch etwas kürzer. Diese Zeit kann in Abschnitte von 1,5 bis zwei Minuten Übung und anschließender gleich langer Pause aufgeteilt werden. Das gesamte Vibrationstraining beansprucht dann 20 Minuten oder weniger. Wer bereits länger auf Power Plates trainiert oder durch anderen Sport Fitness mitbringt, kann das Vibrationstraining auf bis zu 30 Minuten reines Training ausbauen oder Pausenzeiten verkürzen. Einheiten von mehr als einer halben Stunde bringen nahezu keinen zusätzlichen Nutzen. Meistens sind Körper und Muskulatur dann schon derart ausgepowert, dass die saubere Ausführung der Übungen leidet. Das steigert das Verletzungsrisiko unnötig. Außerdem neigen Muskeln nach so langen Vibrationseinwirkungen stärker zu Verspannungen.

Es zeigt sich: Effektives Vibrationstraining braucht kaum Zeit – viel weniger als das typische Training im Fitnessstudio – und passt damit perfekt für alle mit knappem Zeitplan.

Wie oft pro Woche auf Vibrationsplatten trainieren?

Vibrationstraining braucht wie jeder andere Sport auch Regelmäßigkeit, um Ergebnisse und Ziele zu erreichen. Zwei Einheiten Vibrationstraining in der Woche erzielen bereits erste Effekte. Die Trainingshäufigkeit kann im Laufe der Zeit ebenso ausgebaut werden wie der Trainingsumfang. Aber auch der fitteste Körper braucht immer wieder kleine Auszeiten für seine Erholung. Gönnen Sie ihm also ruhig ein oder zwei Tage trainingsfrei pro Woche.

Wo gibt es die besten Trainingspläne für Vibrationsplatten?

Es gibt für Power Plates eine ganze Reihe von Grundübungen. Die zehn besten Übungen für Vibrationstraining finden Sie weiter oben in diesem Ratgeber zu Vibrationsplatten. Komplette Trainingspläne sollten aber immer individuell erstellt werden. Hierbei müssen die eigene Fitness, die gewünschten Trainingsziele und -effekte des Vibrationstrainings genauso wie die konkreten Möglichkeiten der eigenen Power Plate mit einfließen. Denn man kann nicht mit jeder Vibrationsplatte gleich trainieren. Die Bedienungshandbücher der verschiedenen Platten berücksichtigen dies und liefern meist gleich erste Trainingspläne für unterschiedliche Zielsetzungen und Voraussetzungen mit. Etwas erfahrenere Power-Plate-Nutzer können diese dann leicht abwandeln oder mit neuen Übungen erweitern.

Muss vor dem Beginn mit Vibrationstraining ein Arzt aufgesucht werden?

Wer keine bekannten gesundheitlichen Probleme hat, und sich auch sonst wohlfühlt, muss nicht unbedingt zum Hausarzt, um sich das Okay zum Start ins Vibrationstraining zu holen. Gerade nach einer längeren Sportabstinenz schadet ein kurzer medizinischer Check aber auch nicht. Unmittelbar nach Operationen, Implantationen aller Art oder einer Geburt sollte der Trainingsbeginn immer mit Haus- oder Facharzt abgestimmt werden. Das Training muss dann einige Woche bis hin zu mehreren Monaten ruhen. Träger eines Herzschrittmachers, Patienten mit Osteoporose, Diabetes oder Bluthochdruck klären die Verträglichkeit des Vibrationstrainings ebenso in jedem Fall mit ihrem Arzt ab.

Letzte Aktualisierung am 24.04.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API